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Interview mit Brigitte Rupp (W 40, SC Roth)

Brigitte Rupp

W 40, Nürnberg

sie trainiert beim SC Roth

 

1. Wodurch und wann bist du zum Laufen gekommen?
Ich begann mit meiner Schwester 1986 und stellte fest, dass ich ohne größere Anstrengung längere Strecken laufen kann; ich joggte damals aber nur 5 - 6 Kilometer.

2. Du wolltest eigentlich immer nur zu deinem Spaß laufen. Was hat dich dazu verleitet, in den Seniorenleistungssport "einzugreifen" ?
Diese Frage lässt sich gar nicht so einfach beantworten, da dies schrittweise ging und zunächst mit unserem Lauftreff (Läuferfrühschoppen sonntags in Nürnberg-Nord, d.Red.) begann. Ich lief all die Jahre vorher immer alleine und kannte keinen einzigen Läufer. Bei unseren langen Läufen wurde dann ja viel über Ziele, Wettkämpfe, Trainingsmethoden etc. gesprochen und ich ließ mich anstecken. Ich wollte einen Marathon unter 3 Stunden laufen - aber eigentlich ohne Trainingsplan. Nach dem Marathon in Hamburg, an dem ja einige von unserem Lauftreff mitmachten und den ich in 3 Stunden schaffte, rief mich Herr Schroll vom SC Roth an und fragte, ob ich nicht beim SC Roth laufen möchte und nach seinem Konzept trainieren möchte. Ich freute mich über dieses Angebot und begann nach genauem Plan zu trainieren. Es war zwar ungewohnt für mich, machte mir aber großen Spaß und ich schaffte auch den Marathon in Kandel unter 3 Stunden. Ich nahm dann auch an etlichen Läufen und Meisterschaften teil und verbesserte ständig meine Zeiten, was natürlich weiter anspornt.

3. Wer sind deine bekanntesten Trainingskollegen?
Die bekanntesten Vereinskollegen dürften Alexander Schatz und Fred Raumer sein. Es sind aber noch etliche sehr gute Läufer dort und letztes Jahr war vor allem die M 40 als Mannschaft sehr stark und gewann etliche Titel.

4. Welchen Stellenwert hatte die Senioren - Europameisterschaft und welche Erfolge konntest du erzielen?
Ich lief in Potsdam die 1500 m und die 5000 m und erzielte Platz 6 und 5. Mit den Plätzen war ich ganz zufrieden, nicht jedoch mit der Zeit. Es war an diesem Tag sehr heiß und ich blieb weit hinter meiner angestrebten Zeit. Für mich sind/waren in diesem Jahr einige Wettkämpfe wichtig und Potsdam war einer davon. Die Veranstaltung selbst war für mich auch recht beeindruckend, da ich mit meinen Konkurrentinnen lief, die ich sonst nur aus Ergebnislisten kenne und es waren sehr nette Kontakte.

5. Welche Erfolge hast du sonst noch erzielt?
Ich habe heuer die Deutschen Crosslaufmeisterschaften und die Deutschen Halbmarathonmeisterschaften in der W 40 gewonnen.

6. Wie vereinbarst du Training und Familie?
Ich glaube, dass ich recht gut organisieren kann und kann das Training gut in meinen Tag einbauen. Main Mann findet es auch ganz toll, dass ich die Lauferei so intensiv betreibe, bremst mich aber auch, wenn er das Gefühl hat, dass die Familie nicht an erster Stelle steht. Unsere Tochter schaut ganz gerne bei Wettkämpfen zu, da dort ja auch meist etwas " Rummel" und auch andere Kinder sind.

7. Was sind die nächsten sportlichen Ziele?
Ich habe heuer noch den Marathon in Berlin (29.September, d.Red.) vor mir und bereite mich gerade darauf vor. Ich würde da natürlich gerne eine gute Zeit laufen und vielleicht eine Medaille gewinnen. Ich bin jedenfalls ganz schön aufgeregt im Moment und hoffe, mir nicht noch eine Verletzung zuzuziehen wie vergangenes Jahr. Letztes Jahr konnte ich im Herbst dann gar keinen Marathon mehr laufen und das ist natürlich ganz schön frustrierend.

8. Der schönste Augenblick in deinem Läuferleben?
Den gibt es nicht !! Für mich ist das Laufen ein wichtiger Teil meines Lebens und ich hatte viele Erlebnisse, die ich nicht missen möchte. Durch das Laufen habe ich vor allem einige Leute kennengelernt, die ich sehr wertschätze.

9. An welchen Läufen nimmst du am liebsten teil?
Für mich ist ein Marathon das größte Erlebnis und die größte Herausforderung. Die Bahnwettkämpfe sind für mich aber ebenfalls sehr aufregend und mir graut zwar einerseits davor, andererseits ist es mir doch sehr wichtig, meine Zeiten hier zu verbessern. Meine "Spaßdisziplin" ist der Crosslauf - es macht mir sehr viel Spaß durch Schmodder über Stock und Stein zu laufen.

10. Wo kann man dich trainieren sehen?
Meist laufe ich am Marienberg (Nürnberg-Nord) - hier sind vermessene Kilometer und es sind Sandwege.

11. Woran denkst du beim Laufen?
Bei den längeren Läufen hab ich ja oft Gesprächspartner! Wenn ich trainiere, dann schau ich auf die Uhr oder auf den Pulsmesser - wenn ich locker laufe, lasse ich meinen Gedanken freien Lauf.

12. Wenn ich keine Läuferin wäre, würde ich Aerobic und Jazzdance machen.

13. Den Sport den ich nie betreiben würde, ist Fußball.

14. Welcher Wunsch soll für dich noch in Erfüllung gehen?
Ich möchte vor allem keine Verletzung haben und würde nächstes Jahr gerne noch meine Bahnzeiten auf den mittleren Distanzen verbessern.

Dafür drücken wir Dir die Daumen!
Herzlichen Dank, Brigitte!

Die Fragen stellte Dirk Wackernagel.

Bisherige Interviews:

Peter Wimmer (2000)
Rainer Koch (2001)
Carsten Eich (1998)

© Dirk Wackernagel 1998-2002; http://www.lauftreff-franken.de ; E-Mail: dirk@lauftreff-franken.de