2. Internationaler Spreelauf über 420,6 km vom 28.08. - 02.09.2001
6. Etappe: Bautzen - Spreequelle/ Kottmar, 50,5 km, 02. September 2001
Heute war der Tag, für den alle Aktiven, Organisatoren, Betreuer, Masseure und Helfer sechs Tage gekämpft haben. Nach 420,6 Kilometern erreichten 33 von den insgesamt 46 an den Start gegangenen Läuferinnen und Läufern das Ziel am anderen Ende der Spree.
Gestartet in Berlin-Charlottenburg auf der Internationalen Funkausstellung im Rahmen des ARD-Morgenmagazins, verlief dieser Ultraklassiker (mit dieser 2. erfolgreichen Auflage ist es zweifelsohne einer geworden - Glückwunsch Ingo!) durch Neu Zittau, Beeskow, Lübbenau, Cottbus, Spremberg, Bautzen zur Spreequelle bei Ebersbach in der Oberlausitz.
Guildo Horn, wenn Du das hier lesen solltest, Deine Startschüße haben funktioniert. Wir sind angekommen! Plane Deinen nächsten Auftritt bei uns in Berlin-Spandau
am 13. August 2002 schon mal ein!

 

Für jeden einzelnen waren die letzten Tage trotz gemeinsamen Kampfes und gemeinsamer Unterbringung unterschiedlich verlaufen. Ob Genuß oder Kampf, es war so ziemlich alles dabei, was bei derartigen Läufen möglich ist. Nicht mal die "Sauwetter-Etappe" hat gefehlt.

Es war versöhnlicherweise nach der Regenetappe am Vortag ein sonniger, wenn auch frischer Sonntagmorgen. Heute etwas später, starteten die Läufer um 9 bzw. 10 Uhr vom Bautzener Buttermarkt in Richtung Gesamtziel. Der Grund: Ein rauschendes Spreequellfest sollte für den Empfang der Cracks am Kottmar sorgen. Ingo Schulze hatte in Zusammenarbeit mit den örtlichen Vereinen und der Freiwilligen Feuerwehr von Eibau-Waldorf alles Erdenkliche für einen tollen Tag organisiert.

Die "Skyline" Bautzens
   

Ich gesellte mich (angesichts meines Handikaps am rechten Bein war ich damit gut beraten) zur ersten Gruppe dazu, um am Ziel nicht gar so weit hinter der Spitze ins Ziel zu kommen. Das Fest und den "Einmarsch der Spreegladiatoren" wollte ich auf keinen Fall verpassen, die hübschen Chearleaders schon gar nicht.

Die heutige Etappe hatte deutlich mehr Profil, als die vorangegangenen flachen 370 Kilometer.

Start der ersten Gruppe

Dicker Fuß: mir hats gereicht

Seit Bautzen waren Steherqualitäten am Berg gefragt. Den Zieleilauf mußte man sich dann besonders hart erkämpfen. Ein etwa drei bis vier Kilometer relativ konstanter aber kräftiger Anstieg mußte bewältigt werden. Aber das konnte uns, die wir bisher alle Hürden genommen hatten, auch nicht mehr schocken. Der bevorstehende Triumpf und auch schon der Duft der gegrillten Spezialitäten und das frisch gezapfte Eibauer Schwarzbier zogen uns magisch an. Der Adrenalinspiegel stieg mit jedem Höhenmeter. Als dann noch die Festmusik ins Ohr drang, waren alle Strapazen der letzten Tage wie weggeblasen.
Hubert Karl ließ heute nichts anbrennen. Seine Spartathlon-Vorbereitung fand mit diesem Lauf einen hervorragenden Abschluß. Die Spitze anführend, ließ er sich den Tagessieg nicht nehmen.

In souveräner Manier legte er einen konstanten Lauf auf hohem Niveau aufs Parkett. Hier spürte man schon ganz deutlich, daß er kein heuriger Hase auf solchen Strecken sein konnte.
Hubert hat gezeigt, wie man sich einen Mehrtages-Ultra einteilt: Tagessieg in 4:18:21 Std. (Gesamtplatz: 6. in 38:27:44 Std.) - Herzlichen Glückwunsch Hubert!
   
 

Die drei in der Gesamtwertung führenden Rainer Koch, Henry Wehder und Rene Strosny ließen es heute ruhiger angehen. Rene hatte ähnliche Probleme wie ich zu bewältigen (Knochenhautentzündung). Ihm ging es auch nur noch um das Ankommen, ohne die Bein- Probleme zu verstärken.

Das Spreequellfest war dann auch der geplante Höhepunkt eines grandiosen Laufes. (Die Stadt Berlin hatte sich im Vorjahr dagegen als Flop sondersgleichen präsentiert) Die Stimmung war einfach perfekt. Der Höhepunkt war die Zellebrierung einer Siegerehrung, wie man sie sich nicht besser vorstellen kann. Jeder einzelne Läufer und die beiden Läuferinnen wurden gesondert gewürdigt. Der Beifall der Gäste war die wohlverdiente Genußdusche für alle Beteiligten.

Gesamtsiegerehrung im Rahmen des Spreequellefestes
   
Stellvertretend für alle Aktiven bleibt mir nur noch zu sagen: Danke Euch allen, die Ihr diesen Lauf so gelungen organisiert habt. Ingo, Du als Perfektionist wirst bestimmt sagen, Dies oder Jenes kann noch verbessert werden. Du hast recht. Den erfolgreichen Verlauf einer so gigantischen Veranstaltung wirst Du aber sicher auch genießen. Die Anerkennung der Läufergilde ist Dir sicher. Dein Name verbunden mit Deinem Organisationstalent ist inzwischen in Deutschland ein Markenzeichen geworden! Für die 3. Auflage von der Mündung zur Quelle drücken wir Dir heute schon die Daumen. Alles Gute dafür!
 
6. Etappe (50,5 km)
Gesamtwertung (nach 6 Etappen und 420,6km)
Tageseinzelwertung
1
34 Hubert Karl (43, TV Zeil)
4:18:21
2
12 Guus Smit (36, Veteranen, Holland)
4:27:32
3
31 Franz Häusler (47, TV Pfullendorf),
38 Werner Selch (49, Skivereinigg. Amberg)
4:34:36
 
Männer (gesamt)
1
3 Rainer Koch (20, LG Würzburg)
33:39:44
2
9 Henry Wehder (39, OSC Löbau)
33:55:28
3
11 Rene Strosny (28, Bautzener LV)
34:50:11
Frauen (gesamt)
1
5 Ruth Jäger (49, LG Rodgau)
54:31:48
2
23 Sigrid Eichner (60, 100 Marathon Club D
58:23:22

Alle Ergebnisse im Überblick

Dirk Wackernagel 1998-2001; http://www.lauftreff-franken.de; E-Mail: dirk@lauftreff-franken.de